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Im Schreiben zu Haus

IM SCHREIBEN ZU HAUS.

WIE SCHRIFTSTELLER ZU WERKE GEHEN.

Von Herlinde Koelbl

Dieses „schwere“ Buch, mit über 1.600 Gramm ist oder könnte für uns Schreibgeräte und Schreibaccessoires begeisterte, sowie Literaturbegeisterte interessant sein und auch einige Herzen höher schlagen lassen.

Erfahren wir hier doch auch viel aus dem Leben der einzelnen Literaten.

Und sehen Schreibgeräte. 


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 In diesem reichbebilderten Großband (ca. 24,5 x 29,5 cm) über Schriftsteller/Innen und ihre Schreibgewohnheiten lässt uns die Autorin in einfühlsamen Interviews mit den Literaten teilhaben, wie sie – die Literaten, so ihre täglichen Schreibarbeiten wie/wo/womit (Arbeitszimmer, Atelier, Zug, Café) erdenken, verfassen, zu Papier bringen. Dies unterlegt mit wunderschönen S/W-Fotos von Schreibproben, dem Arbeitsplatz oder das Atelier und vor allem, bei einigen mit Schreibgeräten. Sarah Kirsch zum Beispiel hält in ihren beiden Händen, über einem handgeschriebenen Manuskript, ihre sieben Füller umschlungen, mit denen sie schreibt.

Weiter erfahren wir, dass manche der Schriftsteller/Innen mit Bleistift, Füllfederhalter, Schreibmaschine, Laptop/Computer arbeiten. Manche Arbeitsplätze penibel geordnet bzw. aufgeräumt sind oder auch, wie bei der Schriftstellerin Friederike Mayröcker, alles wie Kraut und Rüben durcheinander liegt.

Ein Literat lässt keinen in sein Arbeitszimmer, da er sich danach nicht mehr in der Lage fühlt, dort ungestört zu schreiben. Ein anderer zieht die Trennung bei Besuchen, zwischen privater Wohnung und Arbeitswohnung vor. Usw. usw.

In ihren Interviews mit den 42 Autoren (bei einigen teilweise kurz vor deren Tod) erfahren wir auch viel aus dem Innern der/des Einzelnen, quasi aus dem seelischen Innenleben der Schriftsteller/Innen.

Wie oben schon erwähnt mit vielen, vielen Bildern der Literaten, Manuskripte, Arbeitszimmer, Schreibgeräte und und und…

Erschienen ist das Buch 1998 in der Knesebeck GmbH & Co. Verlags KG, München.

Ca. 260 Seiten

ISBN 3-89660-041-9

Teilweise heute schon auf verschiedenen „Krabbeltheken“ zu herunter gesetzten Preisen zu finden.

Günter